Meine Woche als Gründer

Es ist zehn Uhr an einem sonnigen Samstagmorgen - wir stehen nach einer anstrengenden Woche mit unserem Pitchdeck für unsere Nachhaltigkeitsapp SUSH im Seminarraum der HSBA. Ein Pitchdeck, das sind die Präsentationsfolien eines Start-Up Gründers, mithilfe welcher dieser Investoren von seinem Start-Up überzeugen möchte. Wie sind wir bis dahin gekommen? Wir haben uns für das Modul Intrapreneurship der Digital Toolbox angemeldet und wollten ein wenig Gründerluft schnuppern.  

Ganz am Anfang eines Startups muss es ein Problem geben. Einen sogenannten needwelcher gelöst werden muss und dabei obendrein noch in einer Art und Weise, die sich rentiert. Genau damit haben wir uns am Montag und Dienstag im Rahmen eines Design Thinking Workshops beschäftigt. Hier haben wir mithilfe verschiedenster Methoden wie der Erstellung von Personas, Segmentierung von potenziellen Kunden und Brainwriting versucht, im ersten Schritt ein Problem zu verstehen und im zweiten Schritt Ideen zu kreieren, wie sich dieses Problem lösen lässt. Das Ergebnis unseres Design Thinking Workshops zum Thema Kauf von nachhaltigeren Lebensmittelprodukten im Supermarkt war es, dass der Kunde im Moment der Kaufentscheidung häufig nicht die Informationen zur Verfügung hat, welche dieser benötigt, um sich für die CO2 reduzierte Option zu entscheidenDarüber hinaus können wir nicht tracken, wie viel CO2 wir durch unseren Konsum verbrauchen. Aus diesem Grund wollten wir eine App namens SUSH entwickeln, welche genau das ermöglicht.  

Eine Erkenntnis möchte ich euch mitgeben, die mir insbesondere während der ersten beiden Tage gekommen ist: Wir sind durch die Art und Weise wie wir arbeiten nicht mehr gewohnt, ein Problem wirklich zu verstehen, sondern versuchen immer sofort in Lösungen denken. Um bis zu dem Kern eines Problems zu gelangen, ist es häufig hilfreich, sich selbst mehrmals die gleiche Frage zu stellen. So beginnt man damit zu fragen „Was ist das Problem?“. Anschließend sollte man sich dann fragen „Warum ist das genau ein Problem?. Wenn man darauf eine Antwort hat, muss man wieder fragen „Warum ist das ein Problem?“ und anschließend wieder „Warum ist das ein Problem?“. Auf diese Weise gelangt man durch mehrere Iterationen vom offensichtlichen und sichtbaren Problem auf den Kern und damit häufig die Ursache des Problems. Probiert es selbst mal aus! 

Aber nun zurück zu unserer App. Nachdem wir uns für die App entschieden hatten, haben wir am Mittwoch und Donnerstag an dem Prototyp gearbeitet. Dabei haben uns folgende Fragen begleitet: 

  • Wie soll die App aussehen?  
  • Wie soll diese funktionieren?  
  • Wie können wir die Idee am besten einem Investor verkaufen?  

Parallel dazu haben wir eine Echtzeit-Onlineumfrage mit über 1000 Personen zur Idee unserer App durchgeführt. Die Idee wurde von den Teilnehmern sehr positiv bewertet. Doch was wir im Laufe der Woche von diversen Venture Capital Firmen hörten war: Eine gute Idee haben viele, aber die Herausforderung besteht darin, von einer Idee zu einem rentablen Geschäftsmodell zu kommen, welches sich am Markt etabliert. Dort scheitern die meisten. 

Freitagmorgen haben wir uns dann dem Storytelling gewidmetDas bedeutet wir haben uns damit beschäftigt, wie man eine gute Geschichte erzählt und wie man überzeugend präsentiert. Dabei haben wir gute Vorträge von unter anderem Steve Jobs analysiert. Der Nachmittag und die Abendstunden gehörten dann dem Business Model. Dabei kamen fragen hoch wie: 

  • Wie machen wir die App rentabel?  
  • Welche Kosten haben wir?  
  • Welchen Revenue Stream haben wir?  
  • Was sind unsere KundenPartner und Konkurrenten?  

Natürlich alles sehr skizzenhaft. In ein paar Stunden entwickelt man in der Regel kein funktionierendes Geschäftsmodell. Dennoch war es lange genug, um einen Eindruck davon zu bekommen, womit man sich als Gründer alles beschäftigen muss. 

Nun sind wir am besagten Samstagmorgen angekommen – wir stehen kurz vor unserem Pitch. Wir sind als dritte Gruppe dran und pitchen. Unser Pitch besteht aus einem kurzen Intro, welches den need unserer App aufzeigen sollte. Anschließend wird die Funktionsweise und das grobe Layout unserer App vorgestellt. Darauf aufbauend wird das Marktpotenzial, die Kostenund Umsatzstrukturen und eine Wettbewerbsanalyse präsentiert. Der Pitch schließt mit der Vorstellung unseres Teams sowie einem Call to Action. Eine ganze Menge Inhalte für streng beäugte zehn Minuten. Auch bei uns gilt wie im echten Startup leben: Jede Sekunde im Pitch zählt. Glücklicherweise ist alles gut gelaufen und wir haben unsere Dozenten überzeugen können. 

Insgesamt ist zu diesem Modul zu sagen, dass man in einer Woche ein gutes Bild darüber bekommt, was es heißt ein Unternehmen zu gründen. Darüber hinaus ist das Modul begleitet von vielen spannenden Praxisvorträgen zu aktuellen Themen wie Agilität, Echtzeit Online Befragungen und Geschäftsmodellen von Venture Capital Firmen 

Zum Abschluss gibt es für euch (wie in jedem guten Pitch) noch den Call to Action: Wenn ihr auch Lust darauf habt ein wenig Gründerluft zu schnuppern oder euch in anderen Themen praxisnah weiterzubilden, dann schaut gerne mal vorbei. Es lohnt sich auf jeden Fall. 

 

Jérôme CronDigistainable 2019 

Foto: Pixabay © Gerd Altmann


Konferenzeinladung: DIGISTAIN OUR FUTURE – Impulse für nachhaltig-digitale Macher*innen

Konferenzeinladung: DIGISTAIN OUR FUTURE – Impulse für nachhaltig-digitale Macher*innen

 

Neben der Digitalisierung wird seit Jahren der Ruf nach Nachhaltigkeit in sämtlichen Bereichen lauter – und nein: Einzig darauf zu achten, welche E-Mails man ausdruckt, reicht uns nicht. Wir, die Studierenden des MasterStudiengangs Digitale Transformation & Nachhaltigkeit finden, dass wir die globalen Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit ganzheitlich verstehen und neu denken müssen.  

Die Online-Konferenz DIGISTAIN OUR FUTURE rückt näher und die Spannung steigt – genauso wie die Zahl der Anmeldungen! Seien am 22. Februar 2021 ab 13.00 Uhr auch Sie dabei und freuen sich auf interessante Vorträge aus verschiedensten Perspektiven:

 

Im Rahmen dieser Veranstaltung präsentieren wir wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit – kurz und knackig aufbereitet werden die Themen in 5- bis 10-minütigen Slots vorgetragen. Ideal für Inspiration und Gedankenfutter in der Mittags oder Kaffeepause!

Außerdem erwartet Dich ein inspirierender Gastvortrag:  Harald Neidhardt von futur/io berichtet aus seinen langjährigen Erfahrungen und teilt spannende Erkenntnisse aus dem World Economic Forum, sowie aus unzähligen Projekten. Erfahren Sie mehr zu den Themen EU-Citizenship,  exponentieller Technologie-Wandel und darüber, was wir für eine „Future-Proof“ Gemeinschaft tun müssen. 

 

Die Highlights der Veranstaltung zusammengefasst: 

  • Kurze Impulsvorträge
  • Ein spannender Gast
  • Wissenschaftlicher Anspruch
  • 100% Praxisbezug
  • Komplett online
  • Interaktives Format
  • Kostenlos

Neugierig geworden? Dann klicke jetzt auf den unverbindlichen Anmelde-Button:

DIGISTAIN OUR FUTURE – Impulse für nachhaltig-digitale Macher_innen – Events – Universe | DE

 

Wir freuen uns auf Dich!

 

Deine Digistainables

Jahrgang 2018

 

#SmartContracts #TheNewNormal #VirtuelleTeams #Degrowth #CustomerJourney
#CloudComputing #AgileOrganization #DesignThinking #ESGInvesting


Studie: CSR Online - eine Guideline für nachhaltiges Webseitendesign

Konzeption einer ökologisch nachhaltigen Webseite

Einordnung: Bereits zu Beginn des Studiums haben wir uns als Studiengang dazu entschlossen eine Webseite zu erstellen, um unser Wissen an einem Ort zu sammeln und öffentlich zur Verfügung zu stellen. Vorab wollten wir jedoch untersuchen, in welchem Ausmaß die Bereitstellung von Informationen online mit einem Energiebedarf und damit unweigerlich mit Schadstoffausstößen verbunden ist. Hierfür wurden in zwei aufeinander aufbauenden Projektarbeiten Webseiten auf ihre ökologischen Fußabdrücke untersucht sowie Handlungsempfehlungen zur Verringerung der CO2-Emissionen entwickelt. Aufbauend auf den Erkenntnissen wurde unsere eigene Webseite konzipiert.

 

Hintergrund:

Durch die wachsende Anzahl an Nutzern und Endgeräten pro Nutzer durch das Internet of Things stieg der allgemeine Datenverbrauch durch das Internet in den letzten Jahren immer drastischer an. Wie beim weltweiten Reiseverkehr oder der Nahrungsmittelversorgung werden auch bei der Nutzung des Internets bzw. dem Aufrufen von Webseiten CO2-Emissionen produziert. 2018 haben allein die globalen Informations- und Kommunikationstechnologien 33,1 Gt CO2 ausgestoßen. Um dem stetigen Wachstum an Nutzern und Daten gerecht zu werden, ist es elementar, dass die betroffenen Komponenten, die bei einem Webseitenaufruf Energie benötigen, möglichst effizient genutzt werden.

 

Wie entstehen CO2-Emissionen, wenn ich eine Webseite besuche?

Die Größe bzw. Schwere der Inhalte, die auf einer Webseite zur Verfügung gestellt werden, steht in direkter Abhängigkeit zum damit benötigten Energiebedarf und damit dem Ausstoß von Emissionen. Im Einzelnen sind die Emissionen auf drei Kategorien der ICT zurückzuführen:

  1. Datenzentren (anteilig 18 %),
  2. Telekommunikations-Netzwerke (anteilig 24 %) und
  3. Endgeräte (anteilig 58 %).

Alle Inhalte werden in verschiedenen Datenzentren auf der ganzen Welt gespeichert, um jederzeit abrufbar zu sein. Dies hat im Jahr 2018 zu einem Bedarf von 1.1096 tWh geführt. Das bedeutet, dass allein Datenzentren durch ihre zwingend notwendige unterbrechungsfreie Energieversorgung sowie deren Kühlungssysteme für 198 tWh verantwortlich gewesen sind. Heute wird immer mehr Wert darauf gelegt Datenzentren effizienter zu betreiben: Werden diese vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben, erhalten sie den Titel Green Hosts. Dadurch reduziert sich natürlich nicht ihr Energiebedarf – aber dafür um einen erheblichen Anteil die damit verbundenen Schadstoffemissionen. Die Telekommunikationsnetzwerke sind für den Datenaustausch zwischen Datenzentren und Endnutzergeräten zuständig. Abgerufen werden die Daten schlussendlich auf den Endgeräten, die für fast 60% der verbrauchten Energie und damit rund 638 tWh verantwortlich sind.

 

Worauf sollte ich bei der Konzeption meiner Webseite achten?

Für die Umsetzung und zur Konzeption unserer eigenen Webseite haben wir uns deshalb auf die Schwere und die damit verbundenen ausgestoßenen Emissionen pro Webseitenaufruf konzentriert. Gemäß unserer Berechnungen sorgt 1 MB durchschnittlich für 0,3471 g CO2 (unter Annahme der vollständigen Nutzung grauer Energie des globalen Energiemixes). Darum haben wir uns vor allem auf vier Hauptkategorien konzentriert, mit denen verschiedene Kernthesen verfolgt werden sollten: Optimierung der Leistungsfähigkeit, Strategie für die Bereitstellung der Inhalte, ein benutzerfreundliches Design sowie ein ökologisches Hosting.

 

Finale Handlungsempfehlung:

Vor allem geht es darum das Gleichgewicht zwischen einem ansprechenden Design, qualitativ hochwertigen Informationen und der Nachhaltigkeit zu finden. Im Zuge der Projektarbeiten wurde eine Checkliste entwickelt, die dabei helfen soll Webseiten nachhaltiger zu gestalten. Folgend finden Sie eine kleine Auswahl der gesammelten Tipps:

  • Die Sinnhaftigkeit der verschiedenen Elemente sollte überprüft werden. Einfache Einstellungen wie die Deaktivierung des automatischen Abspielens eins Videos können viel bezwecken. Außerdem können auch schon kleine Schritte wie die Nutzung einer Verlinkung anstatt einer Einbettung von Inhalten zu einer Reduktion der Schwere einer Webseite führen.
  • Sowohl der Code als auch unnötige Analyse-Tools sollten möglichst minimal eingesetzt und ggf. überarbeitet werden. Außerdem ist es für die Schwere der Webseite wichtig regelmäßig Updates durchzuführen.
  • Es wird empfohlen auf Datenzentren zu wechseln, die mittels erneuerbarer Energien betrieben werden, denn: Jeder digitale Inhalt, auf den zugegriffen werden kann, benötigt ständig Energie.
  • Die produzierten Inhalte sollten auf die Bedürfnisse des Publikums angepasst werden. Dafür ist vor allem eine klare Strategie für die Veröffentlichung von Inhalten notwendig. Hilfreich ist es außerdem, wenn auf der ersten Seite die Botschaft der Webseite zu finden ist. Durch das intelligente Einsetzen von Analyse-Tools kann die Webseite und vor allem auch die Nutzerfreundlichkeit für den User verbessert werden.

 

Alle Hintergrundinformationen, Berechnungen und zusätzliche weiterführende Tipps bald hier zum Nachlesen, im Handbook of Climate Change Management (Springer):

Corporate Social Responsibility Online: Designing high-performance Websites simultaneously reducing their CO2-Emission Impact

 

Alena Werner – Digistainable 2018


Quellen

BCG. 2012. ICT Solutions for 21st Century Challenges. The Role of ICT in Driving a Sustainable Future. http://imagesrc.bcg.com/Images/SMARTer_2020_The_Role_of_ICT_in_Driving_a_Sustainable_Future_December_2012_tcm9-101095.pdf (accessed May 30, 2019).

Cisco. „Cisco Visual Networking Index: Forecast and Trends, 2017–2022.“ Cisco Visual Networking Index: Forecast and Trends, 2017–2022 White Paper. February 27, 2019. https://www.cisco.com/c/en/us/solutions/collateral/service-provider/visual-networking-index-vni/white-paper-c11-741490.pdf (accessed January 16, 2020).

Costenaro, David; Duer, Anthony. 2012. American Council for an Energy-Efficient Economy. The Megawatts behind Your Megabytes: Going from Data-Center to Desktop. https://aceee.org/files/proceedings/2012/data/papers/0193-000409.pdf (accessed May 30, 2019).

Geringer, T., Wendt, S., Hensel-Börner, S. (im Druck): Corporate Social Responsibility Online: Designing high-performance Websites simultaneously reducing their CO2-Emission Impact. In: Handbook of Climate Change Management. Herausgegeben von Leal Filho, W., Luetz, J. M., Ayal, D. Kapitel 160-1. Basel: Springer Int.

IEA. 2019a. Tracking Buildings. https://www.iea.org/reports/tracking-buildings/data-centres-and-datatransmission-networks (accessed Jan 18, 2020).

IEA. 2019b. Global Energy & CO2 Status Report 2019. https://www.iea.org/reports/global-energy-and-co2-status-report-2019 (accessed Jan 18, 2020).

The Shift Project. 2019. Lean ICT. Towards Digital Sobriety. https://theshiftproject.org/wp-content/uploads/2019/03/Lean-ICT-Report_The-Shift-Project_2019.pdf (accessed Dec 22, 2019).

United Nations. 2019. Digital Economy Report 2019. https://unctad.org/en/PublicationsLibrary/der2019_en.pdf (accessed Jan 18, 2020).


Die Onboarding-Woche: Digital, Nachhaltig, Kreativ.

Das sind wir, die Studierenden des Studiengangs DTS 2020

Unsere DTS Reise begann am Donnerstag, den 08.10.2020 mit der Einführungsveranstaltung als erster Bestandteil des Moduls „Learning Journey“. Trotz der geltenden Corona-Einschränkungen ermöglichte es uns die kleine Gruppengröße in der neuen und modernen Lernumgebung der HSBA zusammenzukommen. Im Raum angekommen, war zu spüren: „Es liegt etwas in der Luft“. Nicht nur wir Studierenden, sondern auch die Lehrenden um die Studiengangsleiterin Frau Prof. Dr. Susanne Hensel-Börner, waren voller Erwartung auf die erste Begegnung in der neuen Lerngemeinschaft. Wie wird die Reise aussehen? Was kommt auf uns zu? Und nicht zuletzt: Wer sind wir? Das sind Beispiele für Fragen, die vermutlich vielen von uns währenddessen durch den Kopf gingen. Und sie sollten nicht unbeantwortet bleiben. Denn das Onboarding in der ersten Vorlesungswoche war darauf ausgelegt eben diese Fragen zu beantworten.

Pünktlich um 09:00 Uhr am 19.10.2020 starteten wir vollzählig in die erste Vorlesungswoche. Zur Vorbereitung auf die erste Veranstaltung, hatte jede/r von uns die Aufgabe bekommen, sein/ihr Digital Sustainable Goal (SDG) vorzustellen (siehe Foto).  Unsere Präsentationstechnik wurde schon am ersten Tag auf die Probe gestellt. In der nächsten Aufgabe stand Teamfähigkeit und logisches Denken auf dem Prüfstand. Es galt augenscheinlich unentzifferbare Texte in Gruppen aus jeweils 4-5 Studierenden zu entschlüsseln. Getreu dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ blieben wir nicht in den Kleingruppen, sondern bündelten unsere Ressourcen und entzifferten die Hieroglyphen gemeinsam im Kursverbund. Der Text verriet, dass es bei der darauffolgenden Veranstaltung am Freitag, den 23.10.2020 ein Buffet geben sollte, das wir selbst organisieren, damit für ein gemeinsames Mittagessen gesorgt ist.

Nicht nur das Buffet glänzte am Freitagmorgen mit einer großen Auswahl, auch der Tag versprach spannend und vielfältig zu werden. Frau Prof. Dr. Susanne Hensel-Börner und Johanna Schnurr hatten sich Aufgaben überlegt, die uns nicht nur zu einem Team formen, sondern mitunter aus unseren Komfortzonen herausholen sollten. Der Fokus der kommenden eineinhalb Tage lag auf zwei Themen: Zum einen auf uns selbst und unseren persönlichen Stakeholdern und zum anderen auf der visuellen Darstellung der 17 SDGs in Form von Avataren.
Den Start des Onboarding-Wochenendes bildete eine Gruppenarbeit zum Thema Stakeholder. Welche unterschiedlichen Stakeholder hat jede/r Einzelne/n von uns (z.B. Familie, Arbeitgeber & Freunde)? Welche Ansprüche und Erwartungen haben sie? Und sind diese gerechtfertigt? Mit diesen drei Leitfragen setzten wir uns auseinander. Neben dem guten Gefühl die erste Aufgabe im Team erfolgreich bewältigt zu haben, gab es einen gemeinsamen Konsens. Wir waren uns einig, dass man selbst ein eigener, anspruchsvoller Stakeholder ist und diesen, neben allen anderen externen Ansprüchen, nicht vergessen sollte. Zudem stellten wir fest, dass der Anspruch unseren eigenen Erwartungen und denen anderer Stakeholder gerecht zu werden, ein gewisses Stresspotential birgt.
Um unsere größten Herausforderungen mitzuteilen und um neue Anregungen und Denkansätze kennenzulernen, wurden wir vor die Aufgabe gestellt, uns in der Mittagspause auf ein „Geh-Spräch“ in Zweiergruppen einzulassen. Ein „Geh-Spräch“ läuft wie folgt ab: Nacheinander hat jede(r) 7min Redezeit, in welcher er/sie die Gelegenheit nutzen kann, dem/der  Gegenüber von seinen/ihren persönlich größten Herausforderungen zu berichten. In dieser Zeit hat der/die andere die Aufgabe aktiv zuzuhören, muss aber schweigen. Nachdem die Zeit abgelaufen ist, wechseln die Rollen. Sobald beide jeweils 7 min Redezeit hatten, darf gemeinsam über die geteilten Herausforderungen gesprochen werden. Was sich zu Beginn eher fremd anfühlte, entpuppte sich am Ende als eine wertvolle Erfahrung, aus der wir nicht nur über uns selbst, sondern auch über den/die jeweils andere(n) etwas lernen konnten.

Für das „Geh-Spräch“ hatten wir unsere Komfortzone bereits verlassen müssen. Ein weitaus größerer Schritt aus dieser Zone heraus, war für die unterschiedlichen Bestandteile der Avatar-Erstellung vonnöten. Es galt kreativ zu werden. Mit Schere, Wachsmalstiften und Klebestift gingen wir ans Werk und erstellten aus Zeitungsausschnitten zu jedem SDG ein Moodboard. Als wäre das für uns (zum großen Teil) Wirtschaftswissenschaftler nicht schon genug Herausforderung, sollten wir im Anschluss unsere Avatare zeichnerisch zum Leben erwecken. Ob digital oder analog – der Kreativität war keine Grenzen gesetzt. Als auch diese Aufgabe am Freitagnachmittag als erfolgreich abgeschlossen galt, entließ man uns in den verdienten Feierabend. Am Samstagmorgen ging es mit dem Ziel, die Avatare digital zum Leben zu erwecken, frisch ans Werk. Wir entschieden uns für den folgenden Lösungsvorschlag: Die analogen Zeichnungen werden digitalisiert. Mithilfe unserer Stimmen lassen wir die Avatare lebendig werden. Das Resultat ist eine digitale Präsentation, in welcher jeder SDG-Avatar sein Ziel und seine Vision vorträgt.

DTS20 Avatare

Bild: Sustainable Development Goal 16 als Avatar

Fazit

Wir finden: Auf das Ergebnis kann man stolz sein. Die Teamdynamik, die sich während des Onboarding-Wochenendes entwickelte, zeigt uns, zu was wir als Team fähig sind. Denn am Freitagabend hat noch keine/r mit einem Ergebnis wie diesem gerechnet.

Müde, aber mit der Erkenntnis uns auf eine spannende DTS-Reise zu begeben, starten wir mit voller Kraft und Vorfreude in unser erstes Semester.

Lina Kühne, Digistainable 2020

Was ist ein Moodboard?

Als Mood-Board oder auch Moodboard bezeichnet man ein wichtiges Präsentations- und Arbeitsmittel, das in allen Design- und Kommunikationsberufen zum Einsatz kommt. Es handelt sich dabei um eine Collage aus Bildern beliebiger Arten, die zum Beispiel eine genaue konkrete Richtung präsentieren oder bei der visuellen Erklärung von Kontexten helfen

Quelle: credia. o.J. “Mood-Board.” November 1, 2020. https://www.credia.de/mood-board/.


Review der "Out of Office"-Ausstellung

Das Museum der Arbeit in Barmbek in Zusammenarbeit mit dem Bucerius Lab präsentierten in der Zeit vom 7. November 2018 bis 19. Mai 2019 eine Ausstellung, die den Namen „Out of Office“ trug. Diese Ausstellung sollte zeigen, wie künstliche Intelligenz und Robotik unsere Arbeit, aber auch das tägliche Leben verändern können. Der technologische Fortschritt des 21. Jahrhunderts und die damit verbundene industrielle Revolution schreitet uneingeschränkt voran. In fast jeder Branche werden Prozesse automatisiert und damit Arbeitsvorgänge effizienter gestaltet. (Museum der Arbeit 2020)

Am 9. Mai 2019 durften wir uns selbst ein Bild davon machen und die Ausstellung besuchen. Die Ausstellung zeigte anhand 11 Stationen, welche fundamentalen Umbrüche durch Künstliche Intelligenz und Roboter teilweise bereits stattfinden und welche uns in Zukunft noch bevorstehen können. Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff „Künstliche Intelligenz“ und wie gehen wir damit um, wenn wir uns in Zukunft die Arbeit mit Maschinen teilen? Werden wir als Menschen überhaupt noch gebraucht, oder wird die Arbeit komplett durch Maschinen ersetzt werden können? Es ist verständlich, dass die Fragen vielen Menschen aufgrund der Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz Kopfschmerzen bereiten.

Die kurze Antwort auf „was Künstliche Intelligenz“ ist, dass es darauf ankommt, wen man fragt. Ein Laie mit einem flüchtigen Verständnis von Technologie würde sie mit Robotern in Verbindung bringen. Sie würden sagen, dass die Künstliche Intelligenz eine endzeitähnliche Gestalt ist, die selbständig handeln und denken kann. Wenn man einen KI-Forscher nach künstlicher Intelligenz fragt, würde er sagen, dass es sich dabei um eine Reihe von Algorithmen handelt, die Ergebnisse produzieren können, ohne dass sie explizit dazu angewiesen werden müssen. (Schmieder 2019)

Zusammengefasst bedeutet künstliche Intelligenz also:

  • Eine von Menschen geschaffene intelligente Einheit.
  • In der Lage, Aufgaben intelligent auszuführen, ohne explizit angewiesen zu werden.
  • In der Lage, rational und menschlich zu denken und zu handeln.

Ziel der Ausstellung ist es, die Dimension der Veränderung zu erkunden und eine Orientierung in der Diskussion zu geben. Welche Folgen hat es, dass Maschinen schon heute Daten im großen Maße verwalten und dem Menschen zunehmend das Denken abnehmen? Schon jetzt leben wir mit KIs zusammen – sie stecken in Smartphones und verstehen unsere Sprache, sie beobachten uns im Internet, montieren unsere Autos, bewerten im Auftrag von Versicherungen unsere Gesundheit, spekulieren mit unserem Geld. (Museum der Arbeit 2020)

 

Fest steht: Die künstliche Intelligenz ist nicht dazu da, uns zu ersetzen. Sie erweitert unsere Fähigkeiten und macht uns besser in dem, was wir tun. Weil KI-Algorithmen anders lernen als Menschen, sehen sie die Dinge anders. Sie können Beziehungen und Muster erkennen, die uns entgehen. Diese Partnerschaft zwischen Menschen und KI bietet viele Möglichkeiten. Das kann sie:

  • Analytik in Industrien und Bereiche bringen, in denen sie derzeit nicht ausreichend genutzt wird.
  • die Leistung bestehender Analysetechnologien verbessern.
  • wirtschaftliche Barrieren, einschließlich Sprach- und Übersetzungsbarrieren abbauen.
  • vorhandene Fähigkeiten erweitern und uns besser machen in dem, was wir tun.
  • sie geben uns ein besseres Sehvermögen, ein besseres Verständnis, ein besseres Gedächtnis und vieles mehr.

Durch die Digitalisierung, Roboter und KI stehen wir vor einer neuen Stufe des Wandels. Sie hat das Potenzial, die Infrastruktur der Arbeitswelt fundamental zu verändern – sowohl zum Positiven als auch Negativen. Die künstliche Intelligenz wird jede Branche verändern, aber wir müssen ihre Grenzen verstehen. Die prinzipielle Begrenzung der KI besteht darin, dass sie aus den Daten lernt. Es gibt keine andere Art und Weise, wie Wissen einbezogen werden kann. Das bedeutet, dass alle Ungenauigkeiten in den Daten sich in den Ergebnissen widerspiegeln werden. Und alle zusätzlichen Schichten der Vorhersage oder Analyse müssen separat hinzugefügt werden.

Die heutigen KI-Systeme sind für eine klar definierte Aufgabe ausgebildet. Das System, das Poker spielt, kann weder Solitär noch Schach spielen. Das System, das Betrug aufdeckt, kann nicht Auto fahren oder eine Rechtsberatung geben. Tatsächlich kann ein KI-System, das Betrug im Gesundheitswesen aufdeckt, nicht genau Steuerbetrug oder Betrug bei Garantieansprüchen aufdecken. (Kärner 2018)

Mit anderen Worten, diese Systeme sind sehr, sehr spezialisiert. Sie konzentrieren sich auf eine einzige Aufgabe und sind weit davon entfernt, sich wie Menschen zu verhalten. Wir brauchen uns also keine Sorgen machen, dass KI oder Roboter uns als Menschen ersetzten, jedoch sollten wir uns an eine gemeinsame Zukunft gewöhnen.

 

Hashtags:

#artificalintelligence #KI #Robotik #Internetofthings #maschinellesLernen #deepLearning #Industrie4.0 #Alexa #BigData #transformation #futurework

 

Isabelle Eckartz, Digistainable 2018


Quellen:

Kärner, Kevin. 2018. Digitale Wirtschaft : Wie künstliche Intelligenz und Robotik unsere Arbeit und unser Leben verändern. Frankfurt am Main, 22. Mai.

Museum der Arbeit. 2020. Out of Office. 19. März. Zugriff am 3. Oktober 2020. https://www.outofoffice.hamburg.

Schmieder, Vanessa Carolin. 2019. Künstliche Intelligenz als Substitut menschlicher Arbeit – Die Zukunft mittelständischer Verwaltungsprozesse im Kontext der Digitalisierung. Wiesbaden: Springer Gabler.


Ist Nachhaltigkeit messbar?

Aufgrund der zunehmenden Erkenntnis eines kaum revidierbaren Klimawandels durch menschliche Einflüsse, sind Politik und Gesellschaft gezwungen sich heutzutage verstärkt mit den daraus resultierenden Konsequenzen zu beschäftigen. Verhandlungen über ein effizientes, gerechtes und durchsetzbares Abkommen über Emissionsreduktionen und sozialer Gerechtigkeit auf globaler Ebene scheiterten Jahrzehnte lang. Mit der Agenda 2030 haben die Vereinten Nationen im September 2015 erstmals Entwicklungsziele für alle Staaten verabschiedet. Im Mittelpunkt der Agenda steht ein ehrgeiziger Katalog mit den 17 sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs).

 

Die zentrale Frage der Nachhaltigkeitspolitik und der festgehaltenen Maßnahmen, ist die Messbarkeit. Dieser Aufgabe haben sich bereits viele Organisationen und Unternehmen gestellt, indem sie Messinstrumente für nachhaltiges Handeln entwickelt haben. Die Organisationen oder Unternehmen nutzen verschiedene Daten, zum Beispiel Länder- oder Kundendaten, als Basis für diese Messinstrumente und zeigen als Ergebnis die Auswirkungen nachhaltigen oder nicht nachhaltigen Handelns.

 

Die Herausforderungen für die Messbarkeit von Nachhaltigkeit beginnen bereits bei der Definition dessen, was als Nachhaltigkeit verstanden wird. Denn sowohl Unternehmen als auch Organisationen haben bis heute keine globale, einheitliche Definition von Nachhaltigkeit und Messung entwickeln können (vgl. Singh et al. 2009, 191). Das macht die Vergleichbarkeit und Überprüfungen der jeweiligen Messungen schwierig. Hinzukommen fehlende Daten oder deren schlechte Qualität, unterschiedliche Methoden und Indikatoren, die dazu führen, dass Nachhaltigkeit derzeit nicht einheitlich und ganzheitlich gemessen wird. Dementsprechend sind auch bisherige Bemühungen zur Messung von Nachhaltigkeit zu hinterfragen. Und doch haben heutige Messungen und ihre Ergebnisse hohe Relevanz für die politische und gesellschaftliche Entscheidungsfindung.

 

Im Modul „Forschungsprojekt“ haben wir daher die Zeit genutzt, um uns mit der Messung von Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Dafür haben wir Messinstrumente, die sich mit Nachhaltigkeit im Sinne der ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte auseinandersetzen, freizugänglich sind und entweder Länderübergreifend oder für den Einzelnen zugänglich sind.

Messinstrumente für Länder Messinstrumente für den Einzelnen
Ecological Footprint Explorer Global Footprint Calculator
SDG Index & Dashboard Footprint Calculator
SDG Tracker Werde Klimatarier
Environmental Performance Index Ein guter Tag
Climate Action Tracker Henkel Footprint Calculator
CoolClimate Calculator

 

Für die genannten Messinstrumente wurde eine Nutzwertanalyse durchgeführt, deren Bewertungskriterien die folgenden waren:

  • Konstruktvalidität
    • Welche Aspekte der Nachhaltigkeit wurden betrachtet
    • Wie detailliert wurden die Aspekte beleuchtet
  • Datenqualität
    • Datenaktualität
    • Einsicht und Zugänglichkeit der Daten
    • Wissenschaftlichkeit der Datenquellen
    • Anzahl der verwendeten Quellen
  • Transparenz der Methodik
  • Bezug zu den SDGs
  • Usability des Messinstruments
  • Transferpotenzial

Auf Basis der Nutzwertanalyse wurde bestätigt, dass es kein einheitliches Verständnis und somit Zielbild für Nachhaltigkeit gibt, was sehr kritisch zu bewerten ist. Auf ein Zielbild hinzuarbeiten, das nicht einheitlich ist und verschiedene Aspekte incentiviert, macht eine globale Sichtbarkeit und Transparenz von nachhaltigem Verhalten und Erreichen der SDGs zunehmend schwierig.

Auf Individuen-Ebene überzeugte der Global Footprint Calculator, und auf Länder-Ebene der SDG Index & Dashboard. Dabei ist auffällig, dass alle Messinstrumente auf der Ebene des Einzelnen besser abschneiden in den Bereichen „Usability“, „Transferpotenzial“, wobei hier die Schwächen der Länder-Messinstrumente liegen, die hingegen bei „Datenqualität“ und „Konstruktvalidität“ überzeugen. Eine Zusammenarbeit und Austausch wäre somit neben der Verbesserung der Datenqualität und einheitlichen Verständnisbildung sinnvoll.

Insgesamt müssen bisherige Bemühung vorhandener Messinstrumente gewürdigt werden, Nachhaltigkeit messbar zu machen. Denn auch wenn sie noch großes Potenzial für Verbesserung aufweisen, versuchen sie sich der Thematik anzunehmen. Während der Erstellung der Arbeit wurde deutlich, dass dies ein mitunter zähes Unterfangen sein kann und es viele Hürden für Nachhaltigkeitsforschung gibt, wie fehlende Daten und mangelnde Datenqualität, uneinheitliche Definitionen, eine Vielzahl an verwendeten Messmethodiken und einen immer drängenderen Bedarf für fundierte Messinstrumente, die die richtige Entscheidungsgrundlagen für nachhaltige Entscheidungsfindung liefern können. Doch bereist Nelson Mandela wusste: „It always seems impossible until it’s done.“

 

Lisa Frommhold, Digistainable 2018


Bild:

Beispiel des besten Individuum-Messinstruments – https://www.footprintcalculator.org/food1


Das Smartphone als Ressource

2018 wurden 57 Millionen Smartphone-Nutzer in der Bundesrepublik verzeichnet. Dies entspricht knapp 70 % der Deutschen. Jedes Jahr wird in Deutschland ein Absatz von ca. 24 Millionen neuen Smartphones aufgeführt. Dabei führen Rohstoffgewinnung, Produktion und Nutzung zu immensen Umweltauswirkungen. Seit Juli 2016 sind große Elektrohändler von der Bundesregierung außerdem dazu angehalten, Elektrogeräte kostenlos zurückzunehmen. Dennoch werden die Altgeräte oftmals nicht ordnungsgemäß recycelt, sondern landen meist erst einmal in der Schublade der Nutzer. Studien gehen hierbei aktuell von rund 124 Millionen alten Mobilgeräten aus. Dabei lässt sich mit jedem einzelnen korrekt gesammelten Handy der umweltschädliche Ressourcenabbau reduzieren und ein nachhaltiger Beitrag leisten.

Im zweiten Semester wurde den digistainables durch das Modul „Unternehmens- und Forschungsprojekt“ der Raum und die Zeit gegeben – wie wir so schön sagen – „Einfach Mal in’s Machen zu kommen“. Neben der Forschung zum Thema „Das Smartphone als Ressource“ nutzte unsere Projektgruppe die Zeit, eine Handysammelaktion in‘s Leben zu rufen. Vom 13. bis 15. Juni 2019 sammelten wir sowohl Handys, Smartphones als auch Ladekabel durch eine zentrale Annahmestelle vor dem SQUARE Gebäude der Hamburg School of Business Administration (HSBA) sowie durch zusätzlich aufgestellte Boxen in vereinzelten Unternehmen, wie bspw. kooperierenden Energieunternehmen und Banken. Neben einer Anzeige im Hamburger Abendblatt sowie einem Beitrag vom NDR nutzten wir soziale Medien wie LinkedIn, Direkt-Mailings seitens der HSBA sowie eigens gestaltete Flyer und Plakate, um nicht nur Studierende, sondern auch die allgemeine Bevölkerung auf unsere Aktion aufmerksam zu machen.

In Deutschland führen viele Institutionen und Firmen wie u.a. auch die Telekom bereits Handysammelaktionen durch. Die Zusammenarbeit mit der Telekom enstand vor allem auch durch die hohen Sicherheitsstandards, auf die das Unternehmen bei diesen Aktionen besonderen Wert legt. Vor der Initiierung der Smartphoneaktion galt es zu beachten, dass die Sammlung alter Mobilgeräte in Deutschland gesetzlich reguliert ist. Die Telekom arbeitet mit einem DEKRA-zertifizierten Recyclingpartner namens Teqcycle zusammen, der sowohl beim Transport als auch bei der Datenlöschung auf dem aktuellen Stand der Technik ist (Umwelt Dialog 2017).  Dadurch konnte gleichsam der notwendige Datenschutz bei unserer Sammelaktion gewährleistet werden. Dieser Aspekt hat einen besonders hohen Stellenwert bei der Sammlung von mobilen Endgeräten, da private Daten wie bspw. Fotos auf den Geräten selbst oder den SIM-Karten gespeichert sein können und somit vor dem Zugriff Fremder geschützt werden müssen.

In Kooperation mit der Telekom arbeiteten wir nicht nur daran die Rohstoffe in Form von Altgeräten zu sammeln, sondern stellten vor allem auch die Sensibilisierung der Smartphone-Nutzer in den Vordergrund, um ein Bewusstsein für den Smartphone-Kreislauf in Deutschland zu schaffen. Denn, um ein nachhaltiges Bewusstsein in der Gesellschaft zu erreichen, muss vor allem auch der nachhaltige Konsum angeregt werden und Anreize geschaffen werden, die die Gesellschaft in ein aktives Handeln leiten. (Dießenbacher und Reller, 2016) Allein die Rohstoffe, für die in Deutschland jährlich verkauften Geräte, sind immens: Es werden etwa 720 kg Gold, 264 kg Palladium, 7.320 kg Silber, 396 Tonnen Kupfer und 1.531 Tonnen benötigt.

Insgesamt konnten wir durch unsere Aktion 465 Ladegeräte und 369 Mobiltelefone sammeln (Ingesamt: 834). Gemessen an der Materialzusammensetzung eines iPhone 6, konnten wir 48 kg von elf verschiedenen Rohstoffen einsammeln. Laut der bescheinigten Sammelurkunde von der Telekom sowie dem Recyclingpartner Teqcycle konnten somit durch umweltgerechtes Recycling 5.598 g Kupfer, 93,3 g Silber und 15,55 g Gold zurückgewonnen werden.

Die gesammelten Erlöse durch die gewonnen Ressourcen wurden an die Spendenorganisation „It’s for Kids“ gespendet. Diese setzt sich bundesweit für vernachlässigte oder anderweitig benachteiligte Kinder ein. Wir waren überwältigt, wie positiv diese Aktion angenommen wurde und wie vielschichtig die Personengruppen waren, die sich an der Akltion mit ihrer Handyspende, aber auch ihrem Interesse über Hintergründe zu der Aktion beteiligt haben!

 


Sandra Zech, Digistainable 2018


Dießenbacher, Joshena, und Armin Reller. 2016. „Das „Fairphone“ – ein Impuls in Richtung nachhaltige Elektronik?“ In Kritische Metalle in der Großen Transformation, von Andreas Exner, Klaus Kümmerer und Martin Held, 269-289. Berlin Heidelberg: Springer Spektrum.

Umwelt Dialog . 2017. Wirtschaft, Verantwortung, Nachhaltigkeit . 30. Juni. Zugriff am 27. Juni 2019. https://www.umweltdialog.de/de/verbraucher/leben-und-wohnen/2017/Alltag-unter-dem-Motto-refuse-reduce-reuse-recycle.php.


Studieren mit Baby - nachhaltig schön?

Kinder? Ginge es nach Verena Brunschweiger gehöre aus ökologischen Gründen das Kinderkriegen abgeschafft. So könne in den Industriestaaten 58,6 Tonnen CO2 pro nichtgeborenem Kind eingespart werden. (Brunschweiger 2019)

Sehe ich hingegen die aktuelle Fridays for Future Bewegung, sind es die Kinder, die durch ihre Klimastreiks gerade die Menschheit dazu anregen ökologisch nachhaltig zu leben und die Debatte für den Klimaschutz jeden Freitag aufs Neue befeuern.

Für mich ist diese Entscheidung ohnehin gefallen: Seit Ende Juni letzten Jahres sind wir zu 3. Ernährungstechnisch ist unser Kind bisher ein Ökoweltmeister, denn es konnte die üblichen sechs Monate glücklicherweise voll gestillt werden. Inzwischen isst es seinen Brei mit regionalen Bio-Zutaten. Aber Achtung: Das ist natürlich nicht immer ökologisch nachhaltiger. So zeigt beispielsweise eine Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg, dass es auch auf die jeweilige Saison ankommt und daher manchmal Importe das regionale Erzeugnis in ihrer Ökobilanz schlagen. (IFEU 2009) Auf dem Wickeltisch verschiebt sich die Ökobilanz jedoch, denn bei uns kommen Wegwerfwindeln zum Einsatz. Es konnte in unterschiedlichen Studien zwar bisher kein klarer Gewinner zwischen Stoff- und Wegwerfwindeln ernannt werden, da deren Ökobilanz schlussendlich vom Enduser und dessen Wickel- und Waschverhalten abhängt. Dennoch scheint grundsätzlich die intuitive Tendenz zu den Stoffwindeln als Öko-Sieger zu stimmen. (Environment Agency 2008)

Unser Fortbewegungsmittel ist die Bahn. So sind wir zwar nicht kinder- aber autolos, bzw. autofrei. Die häufigeren Besuche der Omas und Opa finden aber mit Hilfe ihrer Autos statt. Daher wiegt dies das wohl auf. Eines scheint jedoch klar: Kinder steigern die soziale Nachhaltigkeit. So erhöhen sie beispielsweise die Lebenserwartung ihrer Eltern. (Modig et al. 2017) Und Fakt ist: Ohne die großelterliche Unterstützung würde mir das erfolgreiche Beenden des Studiums sehr schwer fallen. Und das wäre nicht nur wirtschaftlich nicht nachhaltig – sondern ebenfalls sozial und ökologisch, da zum einen der Bildungsstand heute immer noch oft vom Elternhaus abhängig ist, und ich meinem Baby somit nachhaltig bessere Chancen einräume. (BMBF 2017) Zum anderen lernen wir als Digistainables sehr viel über die Praktikabilität von Klimaschutz sowie mögliche positive Verknüpfungen zum Digitalisierungstrend und werden so zu Multiplikatoren des neusten Wissensstandes in unserem Umfeld.

Dennoch bin ich, mit meinem Baby vorgeschnallt in der Vorlesung, in der absoluten Minderheit: Nur 6% aller Studierenden in 2016 haben mindestens ein Kind. (BMBF 2017) Und ich kann das gut nachvollziehen – bei all der Flexibilität und dem Support seitens der Universität ist es doch hart nachts bis 3 Uhr morgens an der Hausarbeit zu schreiben, weil nur dann genügend Ruhe da ist. Auch die finanziellen Einbußen gehören nicht totgeschwiegen. Würde ich wieder so entscheiden? Ja. Unbedingt. Denn das Baby ist ein echter Feelgood-Manager: Also jemand, der das Arbeiten in allen Bereichen nachhaltig verbessert – in der Uni, zu Hause, und hoffentlich auch in der Zukunft. Und das ist aus meiner Sicht definitiv ein Gewinn und darum schon im Studium nachhaltig schön.

 

Sonja Wendt, Digistainable 2018


Brunschweiger, Verena. 2019. „Kinderfrei statt kinderlos. Ein Manifest“. 1. Auflage. Marburg: Büchner-Verlag.

Environment Agency. 2008. „An Updated Lifecycle Assessment Study for Disposable and Reusable Nappies“. Zuletzt besucht am 22.04.2020. https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/291130/scho0808boir-e-e.pdf.

Fridays for Future. „Wir sind Fridays for Future”. Zuletzt besucht am 22.04.2020. https://fridaysforfuture.de/.

Middendorff, E., Apolinarski, B., Becker, K., Bornkessel, P., Brandt, T., Heißenberg, S., Poskowsky, J. 2017. „Die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in Deutschland 2016. 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks durchgeführt vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung“. Bonn/Berlin: BMBF. http://www.sozialerhebung.de/download/21/Soz21_hauptbericht.pdf.

Modig, K., Talbäck, M., Torssander, J. 2017. Journal of Epidemiology & Community Health. 71: 424-430. https://jech.bmj.com/content/jech/71/5/424.full.pdf.

Reinhardt, G., Gärtner, S. Münch, J. Häfele, S. 2009. „Ökologische Optimierung regional erzeugter Lebensmittel: Energie- und Klimagasbilanzen“. Heidelberg: IFEU. https://www.ifeu.de/landwirtschaft/pdf/Langfassung_Lebensmittel_IFEU_2009.pdf.


4. Digital Lounge

Vom Reden ins Machen kommen.

 

Am 26. Februar 2020 war es wieder soweit: Im SQUARE, dem HSBA Innovation Hub, fand die 4. Digital Lounge unter dem Motto „Run the Walk – Veränderung ist machbar“ statt. Ziel des in Eigenregie organisierten Abends war es, die Gäste nicht nur über die Projekte der Studierenden zu informieren, sondern anhand der Beispiele vorzumachen, wie man persönlich in puncto Nachhaltigkeit aktiv werden kann. Zusätzlich erwies uns HSBA Alumnus Ben Robra, zurzeit PhD-Kandidat an der University of Leeds, die Ehre und gab Einblicke in sein Promotions-Thema.

 

Doch zunächst zu den Beiträgen unserer Kommilitonen. Den Anfang machte Philip Michael mit dem Thema „Auf den Lime gegangen?“ – Eine kritische Betrachtung des E-Scooter Trends“. Er erläuterte die Marktaufteilung sowie die Vor- und Nachteile von E-Scootern und lud das Publikum auf eine philosophische Betrachtung des Phänomens ein; mit dem klaren Appell an die eigene Urteilsfähigkeit im Alltag: Brauche ich das wirklich?

 

Anschließend wurde an Isabelle Eckartz und Fabienne Meyer-Pohl übergeben, die gemeinsam mit ihrem Partnerunternehmen heyconnect eine neue Verpackungsform für den Online-Modehandel ausprobierten. Unter der Leitfrage „Reuse or Refuse – Mehrwegversandverpackungen als neuer Standard im Fashion E-Commerce?“ verglichen sie wiederverwendbare Versandtaschen mit herkömmlichen Verpackungen. Das Ergebnis überzeugte nicht nur das Publikum: Die neuen Versandtaschen werden nun als Option bei den Online-Partnern von heyconnect angeboten.

 

Weiter ging es mit dem Thema Bildung in Zeiten der Digitalisierung und dem Thema „Digitalisierung = Wissen für alle? – Fördert die Digitalisierung eine nachhaltige Wissensbildung?“. In ihrem Vortrag hoben Sandra Zech und Boo Adam das SDG 4 „Nachhaltige Bildung“, die Unterschiede der Generationen Y und Z, sowie die Bedeutung lebenslangen Lernens, die staatlichen Bemühungen zur Digitalisierung der Schulbildung und die trotzdem vorherrschenden, generationsübergreifenden Unsicherheiten im Umgang mit digitalen Medien hervor. In diesem Zusammenhang kooperierte die Projektgruppe mit der Hacker School, die Kindern und Teenagern digitale Fähigkeiten auf ehrenamtlicher Basis vermittelt.

 

Aufgrund des begrenzten zeitlichen Rahmens am Abend konnten leider nicht alle Projekte vorgestellt werden. Hier ist eine Übersicht der weiteren Themen des letzten Semesters:

 

  • Verbesserte Bioabfalltrennung durch Nudging – Empirische Untersuchung eines Studentenwohnheimes: Wie kann die Stadtreinigung Hamburg durch den verhaltenspsychologischen Nudge Ansatz Bioabfalltrennung verbessern?
  • Corporate Social Responsibility Online: Designing high-performance Websites simultaneously reducing their CO2 Emission Impact
  • Die Kritische Masse in der Plattformökonomie – Eine Untersuchung von Peer-to-Peer-Plattformen hinsichtlich der Relevanzfaktoren für die Überwindung der Henne-Ei-Problematik

 

Nach so viel Inspiration kam Ben Robra für einen abschließenden Impuls auf die Bühne. Er sprach in seinem Vortrag „Digitalisation and Digital Commons – Silver Bullet to Sustainability or still Running over the Cliff’s Edge?“ über den Einfluss der Digitalisierung auf Gemeinschaftsgüter und dessen Effekt auf eine nachhaltige Entwicklung. Zudem erläuterte er die Degrowth-Bewegung und warum unbegrenztes Wachstum auf einer Welt mit begrenzten Ressourcen wenig Sinn ergibt.

 

Im Anschluss an die Vorträge wurden die Gäste eingeladen, die vorgetragenen Themen im World-Café-Format zu diskutieren. Das Angebot wurde von vielen angenommen und die angeregten Gespräche beim kühlen Getränk gingen bis in den frühen Abend.

 

Wir bedanken uns erneut bei allen Gästen für die zahlreiche Teilnahme an unserer Digital Lounge!

 

Falls Sie ein tiefergehendes Interesse an den Themen Digitalisierung & Nachhaltigkeit oder an unserem Studiengang haben, dann schicken Sie uns eine E-Mail (dts-students@myhsba.de) oder folgen Sie uns auf Instagram (@digistainables).

 

Boo Adam, Digistainable 2018


Mit Nudging zu besserer Bioabfalltrennung

Forschungsprojekt Bioabfall – verbesserte Bioabfalltrennung in Hamburg durch Nudging

In unserem zweiten Forschungsprojekt haben wir (Isabel, Johanna und Joana DTS 2018) uns mit dem Thema Abfalltrennung in Hamburg beschäftigt. Beim Brainstorming zur Themenwahl für das Forschungsprojekt wurde schnell klar, dass das Thema Abfalltrennung bei uns sehr viele Emotionen hervorruft, und wir uns alle im Alltag folgende Frage gestellt haben: „Wieso wird in Hamburg so schlecht getrennt?“

 

Herangehensweise

Unsere ersten Recherchen haben wir dann auch sehr praktisch durchgeführt: Ein Anruf bei der Hausverwaltung, wieso es vor unseren Wohnhäusern zum Teil nur ein oder zwei Tonnen gebe, und die Option auf Bioabfalltrennung gar nicht gegeben sei, konnte von vielen Hausverwaltungen nur unzufriedenstellend beantwortet werden. „Platzgründe“ wurde uns gesagt, oder „die Biotonne wird mit Plastik befüllt, und dann bekommen wir Ärger von der Stadtreinigung“ waren Antworten, die wir erhielten. Um die Ursachen besser zu verstehen und zu bekämpfen, wollten wir also mit den Verantwortlichen der Abfalltrennung – der Stadtreinigung Hamburg – zusammenarbeiten um gemeinsam Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

 

Kooperation mit der Stadtreinigung Hamburg

Beim Besuch der Stadtreinigung Hamburg wurde uns erklärt, wie die Abfalltrennung funktioniert, und wir haben uns tiefgehend in die Prozesse der Abfallverwertung eingearbeitet. Es wurden vorab Problembezirke identifiziert, zu denen auch ein Studentenwohnheim in Wandsbek gehört. Auf die Frage, ob dort bereits Maßnahmen ergriffen worden seien, erklärte uns die Mitarbeiterin, dass sie es bereits mit „Nudging“ versucht, dies jedoch bislang wenig Erfolg gebracht hätte.

 

Der Begriff nudge kann im Deutschen mit Stupser übersetzt werden, welcher Menschen lenkt, aber immer die Möglichkeit für einen anderen Weg offenlässt. Bei unserer Literaturrecherche haben wir festgestellt, dass dieser Ansatz sich im Kontext der Abfalltrennung bewährt hat, jedoch zielgruppenspezifisch ausgerichtet sein muss. Um unsere Zielgruppe kennenzulernen und die Ursachen für das Fehlverhalten zu identifizieren, haben wir daher qualitative Interviews mit den Studenten durchgeführt, die spannende Erkenntnisse gebracht und es uns ermöglicht haben, konkrete Handlungsempfehlungen auszusprechen.

 

Forschungsergebnisse

Als eine der Hauptursachen wurde zum einen die Trägheit und Bequemlichkeit identifiziert, jedoch haben wir festgestellt, dass auch viel Unwissenheit zum Thema Abfalltrennung herrscht. Um diesem entgegenzuwirken, haben wir der Stadtreinigung empfohlen, für alle Studenten bei Einzug eine Tour durch das Studentenwohnheim zu machen, bei der auch die Entsorgungsstelle gezeigt und die Abfalltrennung von älteren Studenten erklärt wird. Der Einfluss durch soziale Normen ist bewiesenermaßen groß, und die älteren Studenten gehören zum engen Umfeld der neuen Bewohner. Zudem hat sich gezeigt, dass die Studenten sehr verlust-avers sind. Diese Verhaltenstendenz kann sich zunutze gemacht werden, indem Bußgeld und Strafen für Fehlverhalten ausgesprochen werden.

 

Zum Abschluss des Projektes haben wir die Ergebnisse der Stadtreinigung vorgestellt, sodass sie nun die Maßnahmen einführen und somit eine Verbesserung des Verhaltens bei den Studenten bewirken können.

 

Ein Dank geht an die Stadtreinigung Hamburg, die uns viele relevante Informationen zur Verfügung gestellt und uns bei den Recherchen unterstützt hat.

 

Joana Große-Heidermann, Digistainable 2018


 

Literaturempfehlungen:

 

Beyer, R., Gerlach, R., Meer, E. 2018. Wahrnehmung von Sauberkeit und Ursachen von Littering. VKU Verlag. Humboldt Universität: Berlin.

 

Reisch, L., Sunstein, C. 2017. Verhaltensbasierte Regulierung (Nudging). In: Kenning P., Oehler A., Reisch L., Grugel C. (eds.) Verbraucherwissenschaften. Springer Gabler: Wiesbaden.

 

Thaler, R., Sunstein, C. 2008. Nudge: Improving decisions about health, wealth, and happiness. Yale University Press: New Haven.