Sustainability Challenge beim Arbeiter Samariter Bund (ASB)

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Der Arbeiter Samariter Bund (ASB) ist Wohlfahrtsverband und Hilfsorganisation, dessen Mission die Unterstützung von Menschen hinzu maximaler Selbstbestimmung ist. In Hamburg-Wandsbek engagiert sich der ASB im Stadtteil Jenfeld durch den Betrieb einer Lebensmittelausgabe-Stelle, in der Bedürftige Lebensmittel für ein kleines Entgelt je nach Haushaltsgröße erwerben können. Die Ausgabe wird vom Ortsverband Hamburg-Nordost e.V. betrieben. Die Lebensmittel für die Ausgabe erhält der ASB vom Hamburger Tafel e.V. 

Im Rahmen meiner Tätigkeit unterstütze ich vor Ort vor allem bei der Logistik mit dem Auf- und Abbau der Stände, Holen, Bringen und Nachfüllen von Tiefkühl- und Trockenware und der Entsorgung von Verpackungen. Des Weiteren half ich ebenso an den Ständen selbst bei der Lebensmittelausgabe an die Bedürftigen. Ich konnte also auch die tatsächliche Dienstleistung der Einrichtung miterbringen. 

 

Zielbeitrag zur nachhaltigen Entwicklung

Bei Auswahl der Tätigkeit erhoffte ich mir sowohl einen sozialen als auch ökologischen Gesellschaftsbeitrag leisten zu können. Wie zuvor beschrieben empfinde ich vor allem den Aspekt der Menschlichkeit und damit auch die Würde der Bedürftigen als zentrale und geachtete Werte der Einrichtung. 

SDG2 - Zero Hunger

Ziel Zwei der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) begreift den Zugang zu Lebensmitteln weltweit zu garantieren und Hunger zu vermeiden. Die ASB Lebensmittelausgabe gibt Menschen mit wenig finanziellen Mitteln einen Zugang zu qualitativen Lebensmitteln. Dadurch, dass Warenkörbe entsprechend der Haushaltsgröße gemacht werden, wird das Risiko, dass die Personen oder Familien Hunger leiden müssen, gesenkt. Auch eine ausgewogene Ernährung ist möglich durch den Einkauf bei der Lebensmittelausgabe.  

SDG 13 - climate action

Zudem werden dank der Lebensmittelausgabe zum großen Teil noch haltbare und frische Lebensmittel weiterhin genutzt und nicht direkt entsorgt. So wird ebenfalls das Ziel 13 der nachhaltigen Entwicklung durch geringere Abfallmengen und Nutzung der kostbaren Lebensmittelressourcen unterstützt.  

So begreife ich auch meine Tätigkeit als freiwilliger Helfender als einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. Denn ohne Freiwillige würde die Einrichtung nicht funktionieren. 

 

Erfahrungen der Aktivitätsspende

Ich bin mit der Erfahrung, die ich im Rahmen der Challenge bei der Lebensmittelausgabe des ASB sammeln durfte, sehr glücklich. Ich habe einen guten Eindruck bekommen, was es für Bedürftige bedeutet Anlaufstellen wie diese nutzen zu können, um ihren Lebensalltag bestreiten zu können. Dabei habe ich lernen können, in welch unterschiedlichen Lebensrealitäten Menschen leben und wie wichtig Kommunikation ist, um Menschen ein Gefühl von Herzlichkeit und Sicherheit zu vermitteln. 

 

Zufriedenheit durch die Arbeit 

Im Vordergrund meiner Erfahrung steht für mich das Gefühl von Zufriedenheit, welches die soziale Arbeit bei mir ausgelöst hat. Anders als in meinem beruflichen Alltag, der hin und wieder auch Momente der Unzufriedenheit am Ende des Arbeitstags bereithält – z. B. durch das Gefühl zu wenig geschafft zu haben – verspürte ich bei der Freiwilligenarbeit keinen einzigen vergleichbaren Moment. Jeder Donnerstag, den ich der Lebensmittelausgabe widmete, endete mit einem zufriedenem Ich. Die Lebensmittelausgabe sorgt für direktes Feedback durch die (non-)verbale Kommunikation der Bedürftigen. Ein Lächeln und ein Dankeschön (in verschiedensten Sprachen) belohnt die investierte Zeit und Kraft zu 100%. 

 

Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft im Ehrenamt 

Auffällig war ebenso die Erfahrung, dass alle Freiwilligen vor Ort von Grund auf freundlich und hilfsbereit waren. Ehrlicherweise rechnete ich nicht damit, dass alle enthusiastisch und gut gelaunt helfen würden. Das Gegenteil vorzufinden, sorgte für eine angenehme und fröhliche Arbeitsatmosphäre, die dazu einlud, ebenso enthusiastisch an die Arbeit heranzugehen. 

Dieser Charakter spiegelte sich ebenso in der Kommunikation mit den Bedürftigen wider. Wenn auch der pandemie-üblichem Mund-Nase-Schutz die nonverbale Kommunikation deutlich erschwert, schien das eigene Lächeln unter der Maske bei der Ausgabe dennoch ein Gefühl von Freude, Herzlichkeit und Geborgenheit auszulösen. 

 

Florian David Körner, DTS20

Sustainability Challenge beim Arbeiter Samariter Bund (ASB)