Seit Oktober 2018 studiere ich mit meinen Kommilitonen Digitale Transformation und Nachhaltigkeit an der Hamburg School of Business Administration (HSBA). Zwei Themen, die im ersten Moment nicht weiter auseinanderliegen, könnten, aber bei näherem Hinschauen nicht besser zusammenpassen. Meine Aktivitätsspende für die nachhaltige Entwicklung durfte ich eine sonnige Oktoberwoche im Ökowerk in Emden verbringen. Den ersten Kontakt zum Ökowerk hatte ich über einen Bericht des NDRs, der auch in der Mediathek abgerufen werden kann.

Das Ökowerk in Emden ist ein regionales Umweltbildungszentrum (RUZ) an der Emsmündung in Ostfriesland. Als regionales Umweltbildungszentrum bietet das Ökowerk im Emden erlebnisorientierte Umweltbildung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung an.  Schulklassen können das Gelände im Stadtteil Borsum der Hafenstadt Emden besuchen und dort gemeinsam mit den Pädagogen des Ökowerks beispielsweise Dinge über Wildkräuter oder Gewässerökologie lernen. Darüber hinaus ist das Ökowerk Emden Partner im internationalen Projekt SalFar (Saline farming), indem auch 14 weitere Projektpartner aus sieben verschiedenen Nordseestaaten, wie z. B. Norwegen, Dänemark oder den Niederlanden zusammenarbeiten. Ziel ist es, in diesem Zusammenschluss zu erforschen, wie mit der Versalzung von Böden umgegangen werden kann. Dies ist eine Folge des Anstieges des Meeresspiegels, was insbesondere in Ostfriesland eine große zukünftige Herausforderung darstellt. In Emden werden dazu Halophyten, also salztolerante Pflanzen, angebaut und für die Weiternutzung erforscht werden. Natürlich wurden die Halophyten auch probiert und werden zum Teil bereits für Gäste zu einem Salat verarbeitet. Damit sind diese vielleicht bald nicht mehr nur in Emden, sondern auch in Hamburg zu probieren.

 

Auch für Umweltbildungszentren spielt die digitale Transformation eine wichtige Rolle und dort kommt die digitale Transformation und die Nachhaltigkeit in meinem Beispiel zusammen. Im Rahmen meiner Aktivitätsspende durfte ich dabei unterstützen, die Inhalte nach außen zu tragen und tatkräftige bei der Website des Ökowerks Emden unterstützen. Das Umweltbildungszentrum lebt davon, dass das Wissen und die Projekte nach außen getragen werden. Dabei geht es im Kern auch darum, über die Projekte zu informieren und aufzuklären. Ganz konkret ging es in meiner Aktivitätsspende darum, einen kleinen Beitrag zur digitalen Transformation des Bildungsangebotes zu leisten und die Projektinhalte, Videos und Beiträge auch auf die Website zu bringen. Damit bekommen Interessierte die Möglichkeit, sich selbst über Angebote und konkrete Projekte zu informieren. Ich selber durfte im Ökowerk kennenlernen, wie Blasentang am Deich gesammelt und im Anschluss verarbeitet wird, um daraus Dünger herzustellen, oder wie die Halophyten auf dem Gelände angebaut werden.

Ich freue mich sehr, dadurch ein kleiner Beitrag geleistet haben zu können, im Vergleich zu der großartigen Arbeit, die das Ökowerk Emden jeden Tag leistet. Was ich persönlich durch meinen Besuch mitgenommen habe, ist das, was ich selbst vor Ort lernen konnte. Beispielsweise wie angewandte nachhaltige Entwicklung aussieht. Wer sich davon selber ein Bild machen möchte, kann das Ökowerk Emden auf der Website oder vor Ort in Emden besuchen.

 


Philipp Michael, Digistainable 2018

HINTERGRUND

Das Modul „Sustainability Challenge“ im vierten Semester unseres Studiengangs lässt uns, die Studierenden, selbst aktiv werden und soll uns motivieren, ein selbstgewähltes Thema zu behandeln. Wir definieren eigene Projektaufgaben, die durch die Mitwirkung in einer sozialen Initiative oder Nachhaltigkeitsorganisation bearbeitet werden sollen. Teil des Projekts ist die Reflexion des Erlebten, der gemeinsame Austausch sowie die Inspiration der interessierten Öffentlichkeit. Dabei lernen wir die Herausforderungen unserer Zeit selbst zu erkennen und anzunehmen. Der Ausbruch aus der eigenen Komfortzone ist ausdrücklich erwünscht.

WAS IST DAS ÖKOWERK EMDEN?

Das Ökowerk in Emden ist ein regionales Umweltbildungszentrum an der Ems in Niedersachsen. Im Umweltbildungszentrum können Kinder aber auch Erwachsene die Natur hautnah erleben. Für Gruppen und Schulklassen gibt es ein großes Angebot an pädagogischen Programmen. Besonders ist das POMARIUM FRISIAE, also der friesische Obstgarten, mit über 600 verschiedenen Apfelsorten und über 220 Birnen- und Pflaumensorten.

 

Erfahre mehr und unterstütze selbst: https://oekowerk-emden.de.