Ausgehend von Impulsen der Sustainability-Challenge-Einführung, den Vorstellungen der Challenges der Vorgänger Jahrgänge sowie, unseres Essays im Modul „Werte und Verhalten“ habe ich im Prozess der Schwerpunktfindung für die Auswahl der Challenge schon früh bei mir eine Entwicklung von SDG 1 zum SDG 15 gemerkt. Am liebsten würde ich alles sofort verändern und die Nöte dieser Welt begegnen, aber ich nehme wirklich immer mehr eine Veränderung in meinem Nachhaltigkeitsverständnis wahr.  Dies liegt vor allem daran, dass ich mehr und mehr begreife, dass die Essenz der Nachhaltigkeit aus dem Grundgedanken der Forstwirtschaft für mich persönlich sehr viel Sinn ergibt.  Dinge brauchen Zeit. Ein Boden muss auch mal brach liegen und man kann Menschen keine Meinung aufzwingen. Man darf sie inspirieren, dadurch, dass wir selbst etwas verstanden haben.

 

Folgendes SDGs wollte ich gerne in den Vordergrund stellen:

 

SDG 15 –  Life of Land 

Protect, restore and promote sustainable use of terrestrial ecosystems,

sustainably manage forests, combat desertification, and halt and reverse land degradation and halt biodiversity loss

 

In dem Zusammenhang habe ich mich mit Bio-Bauern, Naturschutzorganisation, Initiativen uwm. ausgetauscht, aber Coronabedingt habe ich hier leider nur Absagen erhalten.

So habe ich mich weiter auf die Suche gemacht und bin über eine Ehrenamtskoordination bei mir im Stadtteil auf einen Verein gestoßen, der sich im Schwerpunkt mit der ökologischen Nachhaltigkeit beschäftigt. Sie initiieren vielseitige Projekte, woraus dann neue und unabhängige Vereine entstehen können. Es war eine leichte Abwandlung von dem, was ich anfangs angestrebt habe, mit „draußen sein, Hände schmutzig machen und anpacken“, aber es traf dann doch den Kern – Relevante Nöte mit kreativen Lösungen zu begegnen.

 

Meine Aufgabe während der Challenge war zunächst im Background eines interkulturellen Bildungsprojektes zu unterstützen und eine Spendenkampagne über betterplace.org zu inserieren.  Auf Basis der dortigen Erfahrungswerte konnte ich feststellen, dass immer und überall helfende Hände gebraucht und gesucht werden. Daraufhin hat sich meine Challenge dahingehend entwickelt, dass ich auf das Thema Ehrenamt aufmerksam machen und mich dem Thema Kommunikation widmen wollte. Dazu habe ich mich mit dem Thema Podcast als Kommunikationsmedium beschäftigt und analysiert, ob es sinnvoll ist einen eigenen Podcast aufzusetzen. Als Ergebnis ergab sich eine mögliche Kooperation mit unserem schon etablierten HSBA-Podcast „Studentenfutter“. Zur Vorbereitung haben Vorabgespräche mit „Studentenfutter“ und Interviews mit den Studierenden des DTS über ihre Erfahrungswerte ihrer Challenges stattgefunden. Zitate daraus könnt ihr unten sehen. Dazu habe ich ein Grobkonzept und Interviewleitfäden verfasst und die Findings festgehalten.

 

Hätte die Kooperation mit Studentenfutter nicht zustande kommen können, hätte es die Möglichkeit gegeben über Instagram und einen IGTV die Findings zu platzieren. Zusätzlich stand das Medium „Radio“ in der Diskussion, welches durch die besonders weite Reichweite eine größere Zielgruppe erreichen kann.  Des Weiteren, war ein Gedanke, je nach Entwicklung, das Kommunikationsmedium „Website“ mithilfe einer Ist-Analyse zu untersuchen und eine Konzeption eines Relaunches in Hinblick auf die Kommunikation von Ehrenämtern zu erarbeiten. An all diesen Ansätzen wird deutlich, wie vielseitig Kommunikation stattfinden kann. Bei all den Gesprächen durfte ich aber feststellen, dass die lauteste Botschaft dann doch wir selbst sind und unsere Learnings aus dem was uns begegnet. Es ist nicht so sehr das „Wie“, sondern meist das „Woraus“, was bleibt.

 

Collage aus den Interviews des Jahrgangs DTS 19 zur Frage: „Einen eigenen Beitrag zu leisten heißt für mich?“

 

Den Podcast dazu findet ihr auf: Studentenfutter Episode 54 Über die Sustainability Challenge

Viel Spaß beim Anhören.

 

Saskia Harger, Digistainable 2019

Photo: Unsplash @Will Francis

HINTERGRUND

Die Sustainability Challenge ist ein fester Bestandteil unseres Studiums. Das Modul liegt zwischen dem dritten und vierten Semester und lässt uns vom Reden ins Handeln kommen. Die Idee dahinter ist, dass jede/r Studierende sich eine soziale Initiative oder Nachhaltigkeitsorganisation aussucht und diese kurz- oder langfristig unterstützt. Über sich hinauszuwachsen, ist dabei vorprogrammiert – und ausdrücklich erwünscht. Teil der Sustainability Challenge ist außerdem die anschließende Reflexion der gesammelten Erfahrungen sowie der gemeinsame Austausch. Denn unser Ziel ist es, unsere Erlebnisse mit allen Interessierten zu teilen und vielfältige Möglichkeiten eines nachhaltigen Engagements aufzuzeigen.