Wahrscheinlich haben wir uns das Jahr 2020 (und auch 2021) anders vorstellt…Und diese Zeit hat uns alle gefordert, aber hoffentlich auch alle gefördert. Um die Pandemie möglichst schnell zu beenden, ist es essenziell, dass möglichst viele Menschen gegen COVID-19 geimpft werden. Ein Impfangebot sollte es auch bei uns geben. Daher habe ich gemeinsam mit einem tollen Team aus Freiwilligen ein solches Angebot auf die Beine gestellt. Ich war positiv überrascht, wie viele Kollegen sich bereit erklärt haben, diese Aktion zu unterstützen und das alles neben ihrem eigentlichen Job.

Es gab viele Fragen zu berücksichtigen, wie z. B. wie viel Impfstoff werden wir bestellen können und wie lagern wir diesen, wie wird der Anmeldeprozess erfolgen, wie übermitteln wir die Daten an das RKI…. Doch dank agiler Arbeitsweisen und einem kompetenten Team haben wir es geschafft, schnell Lösungen zu entwickeln. Wir haben geeignete Kühlschränke beschaffen können, ein Terminbuchungs-Tool programmiert und unsere Konferenzzone in eine Impfstraße verwandelt. Ähnlich wie bei einem Impfzentrum hatten wir vor Ort einen Check-In. Dort wurden die Impflinge „eingecheckt“ und ihre entsprechenden Dokumente auf Vollständigkeit geprüft, um den Medizinischen Dienst zu entlasten. Anschließend ging es für die Impflinge in das Arztzimmer, um dort das Aufklärungsgespräch und die Impfung zu erhalten. Nach 15 Minuten im „Ruhebereich“ und einem erfolgreichen Check-Out durften die Impflinge (häufig mit einem zufriedenen Lächeln) wieder gehen. Der Check-In und Check-out wurde von freiwilligen Helfern aus unterschiedlichen Bereichen unterstützt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war, dass wir nur in „6er-Packs“ impfen konnten. Dementsprechend mussten die Impflinge auf die jeweiligen Tage verteilt werden. Gleichzeitig musste auch der zweite Impftermin passen. Insgesamt war es ein großes Puzzle an Impfterminen mit vielen „Wenn-Dann-Bedingungen“, welches glücklicherweise am Ende aufging.

Meine Aufgaben bei dieser Impfaktion waren sehr vielfältig. Zum einen war ich bei der gesamten Vorbereitung dabei und habe das Buchungs-Tool mitentwickelt. Zum anderen habe ich den Helfern beim Check-In und Check-Out das Tool erklärt, war jeden Tag als „Standort-Lead“ vor Ort und saß teilweise selbst am Check-In und Check-Out.

Inzwischen haben wir unsere Impfaktion erfolgreich abgeschlossen. Es hat mir sehr großen Spaß gemacht! Es haben sich viele tolle Gespräche während dieser Zeit ergeben. Gleichzeitig macht es mich stolz, einen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie geleistet und vielen Menschen geholfen zu haben.

 

Katharina Körber, Digistainable 2019

HINTERGRUND

Die Sustainability Challenge ist ein fester Bestandteil unseres Studiums. Das Modul liegt zwischen dem dritten und vierten Semester und lässt uns vom Reden ins Handeln kommen. Die Idee dahinter ist, dass jede/r Studierende sich eine soziale Initiative oder Nachhaltigkeitsorganisation aussucht und diese kurz- oder langfristig unterstützt. Über sich hinauszuwachsen, ist dabei vorprogrammiert – und ausdrücklich erwünscht. Teil der Sustainability Challenge ist außerdem die anschließende Reflexion der gesammelten Erfahrungen sowie der gemeinsame Austausch. Denn unser Ziel ist es, unsere Erlebnisse mit allen Interessierten zu teilen und vielfältige Möglichkeiten eines nachhaltigen Engagements aufzuzeigen.