Meine Sustainability Challenge: Haufenarbeit im Hof Liberty

Meine täglich erbrachten Leistungen:

  1. Ställe säubern
  2. Weidenpflege/Management: Wiese schleppen + walzen + nachsähen
  3. Pferde füttern, striegeln und bewegen
  4. Katzen Babys füttern
  5. Hunde füttern, bürsten, spazieren gehen
  6. Für den Tierarzt frische Kotproben sammeln
  7. Zäune bauen + Tore einbauen
  8. Tierärztliche Begleitung
  9. Futtermittellogistik
  10. Trecker – Reitplatzschleppen

Hier ein paar Beispiele meiner Tätigkeiten, die ich während der Sustainability Challenge absolviert habe.

Die allererste Tätigkeit in meiner Sustainability Challenge war es jeden morgen die Ställe zu säubern. Hierbei brauchte ich immer Stunden, um den ganzen Platz „abzuäppeln„. Siehe Abbild 1. Elektro – Dumper. 

Abbild 1: Elektro – Dumper

Nicht nur die Ställe mussten gesäubert werden, sondern auch der ganze Platz, wo sich die Pferde draußen aufhielten. Mehrmals musste ich den gefüllten Elektro Dumper in einem Riesen-Container neben dem Hof ausleeren und weiter sauber machen. Immer beim Abäppeln (Abbild 1) kamen meistens zwei Pferde in meine Nähe und wollten gestreichelt werden und lenkten mich ab. Dies verlängerte meine Abäppel-Zeit um einiges und ich war wirklich nicht schnell in meinem Job. Das ganze Zeug zu schaufeln ging mächtig auf die Arme und dem ganzen Oberkörper eigentlich und es war voller Körpereinsatz gefragt. Abends, wenn der ganze Hof-Arbeitstag zu Ende war und man zur Ruhe kam, merkte ich, was für eine harte Arbeit das überhaupt ist. Ich spürte jeden Abend wie mein Körper gearbeitet hatte und fand innere Ruhe darin, da ich mein digitales Ich abschalten konnte. Kein Home-Office, kein PC neben mir, keine Meetings und keine Telefonate. Nur die Tiere, Lea und die Natur. Noch nie hatte ich so gut und fest geschlafen. Einen Ausbruch aus euren herkömmlichen (Arbeits-)Alltag kann ich jedem ans Herz legen.

Wenn der Platz endlich sauber und Kot frei war, konnten wir die Heuballen holen und die Pferde füttern. Es wurde viel Heu getragen und in verschiedene Essstationen verteilt, damit alle Pferde gleichzeitig gefüttert werden konnten und nicht auf den Ranghöchsten warten mussten, da es auch bei Pferden eine Hierarchie gibt.

Abbild 4: Zäune

Das Weidenmanagement und Tierhaltung:

Hof Liberty hat vier Hektar Weidenfläche, die gepflegt werden muss. (Wiesen walzen, nachsähen, Zäune und Tore bauen). Die Weiden mussten durch einen Zaun getrennt werden, siehe Abbild 4, damit die Pferde jeweils nur auf einer Seite zum Frühlingsbeginn grasen konnten. Da sie über den ganzen Winter ausschließlich Heu als Nahrung bekamen, mussten sie langsam wieder an das Gras gewöhnt werden.

Im Hof Liberty wurde stets Wert auf nachhaltigen Konsum gelegt. Dies bedeutet, es wurden Eier, die ihre eigenen Hühner gelegt haben, verzehrt und auch an Nachbarn & Freunde verschenkt. So wurden mit dem Biobauern nebenan stets Güter ausgetauscht. Auch beim Kauf der Nahrung für die Tiere wurde stets Wert auf nachhaltige Produkte gelegt. Ziel der Inhaberin ist es, den Lebensraum ihrer Tiere aufrechtzuerhalten und ihnen ein gutes Leben im Grünen zu ermöglichen.

Persönliches Fazit der Sustainability Challenge: Einen nachhaltigen Hof mit Pferden zu führen, ist kein Ponyhof.

Talin Tara Aktas, Digistainables2019

Meine Sustainability Challenge: Haufenarbeit im Hof Liberty