Wirtschaft und Umwelt gemeinsam denken! Durch Neo-Ökologie zu nachhaltigem Wohlstand.

Nachhaltigkeit, Klimawandel- und neutralität, CO2-Reduktion, Veganismus, E-Autos, all diese Wörter hast du schon einmal gehört? Doch was steckt eigentlich dahinter? Es ist der Megatrend unserer Zeit:

Neo-Ökologie.

„Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit avancieren zunehmend vom individuellen Lifestyle und Konsumtrend zur gesellschaftlichen Bewegung – und zu einem zentralen Wirtschaftsfaktor, der alle unternehmerischen Sphären beeinflusst“ (Zukunftsinstitut GmbH 2022).

Doch Ökologie ist keinesfalls nur ein Trend. Vielmehr ist ökologisches Denken und Handeln eine Notwendigkeit zum Erhalt unseres Planeten. Denn eins ist klar, ein höher, schneller, weiter in allen Konsumbereichen, kann bei einer stetig gleich großen Erde nicht aufgehen.

Doch was bedeutet nun Neo-Ökologie?

Neo stammt aus dem Griechischen und bedeutet neu. Somit sprechen wir von einer neuen Ökologie, wenn wir uns über Neo-Ökologie auseinandersetzen. Fokus der Neo-Ökologie ist es, die Bereiche Wirtschaft und Umweltbewusstsein (Ökonomie und Ökologie) zu vereinen. Sie zeigt auf, dass Nachhaltigkeit in allen Bereichen gedacht und umgesetzt werden muss und kann. Dazu zählen beispielsweise das Konsumverhalten von Endkund_innen, genauso wie Finanzdienstleistungen oder Städteplanungen.

Auf den ersten Blick scheinen Wachstum und Ressourcenverbrauch konträrer denn je, doch es ist zu beachten, dass sich Ökonomie und Ökologie keinesfalls gegenseitig ausschließen.

Vielmehr steht der Wertewandel unserer Gesellschaft im Mittelpunkt dieser Bewegung. Dieser Wertewandel führt dazu, dass sich das Konsumverhalten in der heutigen Gesellschaft stark ändert. So stehen bei Konsument_innen vermehrt nachhaltige Produkte im Vordergrund. Studien zeigen, dass „die Zahlungsbereitschaft für umweltfreundliche Produkte […] in den vergangenen fünf Jahren um mehr als fünf Prozentpunkte auf 25,5 Prozent gestiegen [ist]. Jeder vierte Deutsche ist also bereit, mehr Geld auszugeben“ (Horner 2021). Dieser Wandel gilt jedoch nicht nur für Endverbraucher von Produkten, auch im Dienstleistungssektor verschreibt sich immer mehr Verbraucher_innen dem Umweltbewusstsein (Frank 2020).  Diese Verhaltensänderungen führen dazu, dass sich auch das Wirtschaftssystem ändert. Von einer Wachstumsorientierten Denkweise hin zur Neo-Ökologie.

Auf einen Blick zeichnet sich die Neo-Ökologie durch folgende Punkte aus:

1. „Der Mensch re-integriert sich in das Ökosystem Erde. Dabei sind wir weder Zerstörer noch Retter der Welt, sondern wir sind Teil des vielfältigen, resilienten, sich selbst organisierenden Systems Erde.

2. Nachhaltigkeit bedeutet klüger, nicht weniger. Bei der Neo-Ökologie steht der nachhaltige Umgang mit Ressourcen im Mittelpunkt. Eine wichtige Rolle spielen dabei technologische Innovationen. Green Tech hilft, die heutigen und künftigen Herausforderungen zu überwinden.

3. Wirtschaftssystem wird zum Wertesystem. Statt auf Wachstums- und Profitmaximierung fokussiert die Wirtschaft von morgen auf Nachhaltigkeit, Postwachstum und Gemeinwohl“ (Horner 2021).

Folglich geht es bei der Neo-Ökologie keinesfalls um reinen Verzicht, da Unternehmen sich den Wünschen und Bedürfnissen ihrer Kunden neu anpassen. Denn das Wirtschaftssystem, wie wir es zum größten Teil kennen ändert sich gerade in ein Wertesystem, welches sich in eine Sinn-Ökonomie transformiert (Zukunftsinstitut GmbH 2022).

Zusammenfassend kann Neo-Ökologie, das gemeinsame Denken und Handeln von Wirtschaft und Umwelt, zu Innovation, Wirtschaftswachstum, Klimaschutz und nachhaltigem Wohlstand führen.

Carina Koschek, Digistainables2019

Photo by: Pixabay

Wirtschaft und Umwelt gemeinsam denken! Durch Neo-Ökologie zu nachhaltigem Wohlstand.