Meine Sustainability Challenge: MitKids Aktivpatenschaften

Abbildung 1: Zitat Ingrid Ehlerding (Quelle: https://ehlerding-stiftung.de).

Ingrid Ehlerding ist die Gründerin der Ehlerding Stiftung, welche sich zum Ziel setzt, die Kleinsten unserer Gesellschaft zu fördern und ihnen ein schönes Aufwachsen zu ermöglichen. Die mitKids Aktivpatenschaften sind eines der Projekte der Ehlerding Stiftung. Hierbei werden Kinder aus belasteten Familien mit ehrenamtlichen Pat:innen zusammengeführt. Die vermittelten Kinder im Alter zwischen zwei und neun Jahren sollen durch die Pat:innenschaft eine zuverlässige Bezugsperson gewinnen und einmal die Woche eine schöne Zeit mit ihren Pat:innen verbringen. Seit der Gründung der mitKids Aktivpatenschaften 2007 profitierten in Hamburg bereits über 400 Kinder vom Projekt, welches es neben Hamburg in den Städten Bremen und Bremerhaven gibt. Mehr Informationen findet ihr hier.

Ich freue mich seit August 2021 eine dieser Pat:innen der Ehlerding Stiftung zu sein. Ich möchte mit euch gerne ein paar Erfahrungen über meine bisherige Zeit als Patin teilen, euch vor allem aber auch erzählen, wie ich überhaupt zu einer Patin wurde.

Recherche nach einem geeigneten Engagement

Bei der Wahl für meine Sustainability Challenge waren für mich zwei Aspekte besonders relevant. Mir war es wichtig ein Engagement zu finden, welchem ich über die Challenge hinaus nachgehen kann und zum anderen, eines welches in irgendeiner Art Familien entlastet. Da ich Kinder sehr gerne mag und bereits Erfahrung in der Betreuung von Kindern gesammelt habe, fiel mir die Entscheidung für das Projekt der Ehlerding Stiftung, auf die ich durch eine einfache Web-Recherche aufmerksam wurde, nicht schwer. Die Pat:innenschaften sind auf mindestens ein Jahr ausgerichtet. Hier ergänzende Informationen zu den mitKids Aktivpatenschaften:

Abbildung 2: mitKids Aktivpatenschaften (Quelle: https://ehlerding-stiftung.de/projekte/)

Erster Kontakt mit der Stiftung, Bewerbungsprozess & Vorbereitung auf die Pat:innenschaft

Den ersten Kontakt mit der Stiftung hatte ich im Januar 2021. Damals konnten aufgrund der noch anhaltend schwierigen Pandemie-Situation keine neuen Pat:innenschaften begonnen werden. Die Mitarbeiter:innen der Stiftung ließen sich jedoch nicht davon abhalten, schon mal alles dafür vorzubereiten, „wenn es wieder los geht“. Der Bewerbungsprozess umfasste neben der Einreichung eines erweiterten Führungszeugnisses, ein circa 60-minütiges virtuelles Bewerbungsinterview. Bei diesem durfte ich mich vorstellen und von meiner Motivation, Patin zu werden erzählen. Auch wurden mir verschiedene Situationen beschrieben, welche in einer Pat:innenschaft auftauchen könnten, zu denen ich schildern sollte, wie ich mich verhalten würde.

Nach dem Gespräch wurde ich zu einem „Online-Einführungsworkshop für neue Pat:innen“ eingeladen. Mitarbeiter:innen der Stiftung erzählten in diesem zunächst grundlegendes über die Pat:innenschaft und moderierten im Anschluss Gruppenarbeiten mit den eingeladenen Interessierten, bzw. neuen Pat:innen. Gemeinsam überlegten wir uns zum Beispiel welche Vorteile eine Pat:innenschaft allen Beteiligten, also von den Kindern, zur Familie aber auch den Pati:innen selbst, bringen kann. Ich fand es beeindruckend, wie viele verschiedene Menschen sich als Pat:in engagieren wollten. Menschen verschiedensten Alters, beruflicher Situation und Herkunft.

Neben dieser „Vorbereitung“ auf die Pat:innenschaft durfte ich zusätzlich an einem durch die Stiftung organisierten Online-Fortbildungsabend teilnehmen. Schwerpunkt des Abends war ein sehr spannender Vortrag der Diplom-Psychologin und Direktorin des Staatsinstituts für Frühpädagogik in München Frau Dr. Becker-Stoll mit dem Titel „Alles hat seinen Sinn: Bedeutung von Eltern-Kind-Bindungen sowie Pat:innenschaften als wertvolle außerfamiliäre Beziehungen“.

Bevor meine Pat:innenschaft im August 2021 so richtig losgehen konnte, gab mir die Stiftung, wie ihr seht, auf verschiedenste Art die Möglichkeit, mich auf die Pat:innenschaft vorzubereiten und einzustellen.

Meine ersten Erfahrungen als Patin

Meine bisherigen Erfahrungen als Patin sind durchweg positiv und machen mir die Entscheidung nicht schwer, weiterhin als Patin aktiv sein zu wollen. Ich merke, dass auch mir diese Abwechslung von meinem Alltag sehr guttut und habe Spaß daran, mir immer wieder neue Dinge auszudenken, die gebastelt oder gekocht werden können. Ich schätze die enge Begleitung durch meine Pat:innenschaftsbegleiterin und bin weiterhin sehr beeindruckt von der Organisation dieses Engagements.

Impact der mitKids Aktivpatenschaften für eine nachhaltige Entwicklung

Zum Abschluss meines Berichtes möchte ich den Mehrwert der mitKids Aktivpatenschaften aus meiner Sicht über die Sustainable Development Goals einordnen:

Ziel 3: Gesundheit und Wohlergehen

Das Projekt der Stiftung fördert die Gesundheit und das Wohlergehen von Kindern. Durch den regelmäßigen Kontakt zu einer zuverlässigen Bezugsperson (Pat:in), verbessert sich ihr Selbstvertrauen und ihre psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz).

Ziel 5: Geschlechtergleichheit

Das Pat:innenschaftsprogramm der Ehlerding Stiftung fördert aus meiner Sicht die Geschlechtergleichheit. Indem ich als Patin einer Familie zeitweise die Betreuung eines Kindes abnehme, entlaste ich indirekt die Mutter des Patenkindes. Diese kann die neu gewonnene Zeit für sich nutzen und sich beispielweise weiterbilden oder wieder Energie für den nächsten Tag tanken.

Ziel 10: Weniger Ungleichheiten

Das Pat:innenschaftsprogramm reduziert Ungleichheiten. Die Stiftung setzt sich zum Ziel die soziale Integration durch den Austausch unterschiedlicher Lebenswelten zu unterstützen. So werden insbesondere Kinder beziehungsweise Familien in das Programm aufgenommen, welche zum Beispiel eine Migrationsgeschichte oder wenig Geld haben.

Susanne Engelhardt, Digistainables2019

Photo by Kelly Sikkema on Unsplash

Meine Sustainability Challenge: MitKids Aktivpatenschaften